top of page

Das Haus der Priörin

20251112_091332_edited_edited.jpg

Das Restaurant sitzt in einem Haus, das eine Priörin 1644 bauen ließ, und sie hat es signiert: Priörin Margaretha von Ahlefeld setzte an das alte Südhaus einen Fachwerkgiebel mit Ziegelmusterung, im untersten Balken steht ihre Inschrift mit dem Datum 24. März 1644. Dort beherbergte sie Könige, Landgrafen und Herzöge, denn Klöster mussten reisende Landesherren aufnehmen. Gastronomie aus Amtspflicht. Wie das ausgehen konnte, zeigt eine Überlieferung: Charlotte Amalie von Hessen-Kassel besuchte das Kloster 1675 zweimal mit rund 80 Untertanen, ließ sich fürstlich bewirten und verschwand ohne viel Dank. Der Klosterschreiber rechnete fast 60 Schilling pro Person aus. Trinkgeld ist nicht überliefert.

Wie diese Bilder entstehen

​

Der Entstehungsprozess ist von Bild zu Bild verschieden.

 

Wo es möglich ist, male ich vor Ort, mit direktem Blick auf das, was von der Geschichte heute noch steht.

 

Bei anderen Motiven, etwa der Pferdebahn, gibt es diesen Ort in seiner historischen Form längst nicht mehr, dort setzt sich das Bild aus verschiedenen alten Fotografien zusammen, die im Kopf erst zu einer Szene werden müssen.

 

Die Recherche dazu dauert oft lange, mit Besuchen im Stadtarchiv und dem Durchsuchen alter Aufnahmen und Dokumente.

 

Am spannendsten ist für mich dabei, durch die Stadt zu gehen und in Gedanken die verschiedenen Fassungen eines Ortes übereinanderzulegen: Hier jetzt eine Straße, davor stand hier eine Mühle, davor vielleicht noch etwas anderes. Uetersen zeigt sich dann nicht als ein Ort, sondern als mehrere, die sich überlagern.

​

Mehr zur Entstehung einzelner Bilder, mit alten Fotos und ergänzenden Informationen, gibt es im Making-of per E-Mail.

bottom of page