Die Klosterkirche, die keine ist

Die Klosterkirche ist eigentlich keine. Als sie 1747 bis 1749 gebaut wurde, war das Kloster schon ein adeliges Damenstift, Nonnen gab es keine mehr. Den Namen trägt sie also aus Gewohnheit, nicht aus Fachkenntnis. Gebaut haben sie der Baumeister Jasper Carstens und der Landesbaumeister O. J. Müller, angeregt und bezahlt von Propst Benedikt von Ahlefeldt. Von der mittelalterlichen Vorgängerin blieb wenig: die Grundmauer, die heute den Klosterfriedhof stützt, und die Glocke, die in der neuen Kirche steht. Man kann auch fast drei Jahrhunderte mit dem falschen Namen glücklich sein. Uetersen beweist es.
Wie diese Bilder entstehen
Der Entstehungsprozess ist von Bild zu Bild verschieden.
Wo es möglich ist, male ich vor Ort, mit direktem Blick auf das, was von der Geschichte heute noch steht.
Bei anderen Motiven, etwa der Pferdebahn, gibt es diesen Ort in seiner historischen Form längst nicht mehr, dort setzt sich das Bild aus verschiedenen alten Fotografien zusammen, die im Kopf erst zu einer Szene werden müssen.
Die Recherche dazu dauert oft lange, mit Besuchen im Stadtarchiv und dem Durchsuchen alter Aufnahmen und Dokumente.
Am spannendsten ist für mich dabei, durch die Stadt zu gehen und in Gedanken die verschiedenen Fassungen eines Ortes übereinanderzulegen: Hier jetzt eine Straße, davor stand hier eine Mühle, davor vielleicht noch etwas anderes. Uetersen zeigt sich dann nicht als ein Ort, sondern als mehrere, die sich überlagern.
Mehr zur Entstehung einzelner Bilder, mit alten Fotos und ergänzenden Informationen, gibt es im Making-of per E-Mail.