top of page

Alter Pinnau-Hafen

20251112_091332_edited_edited.jpg

Bevor es den Stichhafen gab, war die Pinnau selbst der Hafen.

Am Flussübergang beim Kloster begann die Schiffbarkeit, und damit ein kurzer Wasserweg nach Hamburg. Auf ihm gingen Korn, Ziegel und Kalk davon.

Der Kalk wurde aus Muscheln gebrannt, die aus Holland kamen. Der Chronist Camerer schrieb 1762 sinngemäß, Fremde hielten die weißen Berge am Ufer aus der Ferne für etwas Geheimnisvolles. Es waren Muschelhaufen.

Später nutzten jährlich etwa 3400 Schiffe die Lösch- und Ladeplätze. Uetersen wollte auch aufs Meer: 1823 gründete man eine Grönlandkompanie. Von 1850 bis 1857 kam sie auf rund 7400 Robben, zwei Wale und vier Eisbären. Für einen Fluss, der bei Ebbe manchmal sein Wasser vermisst, war das eine tapfere Ambition.

Wie diese Bilder entstehen

​

Der Entstehungsprozess ist von Bild zu Bild verschieden.

 

Wo es möglich ist, male ich vor Ort, mit direktem Blick auf das, was von der Geschichte heute noch steht.

 

Bei anderen Motiven, etwa der Pferdebahn, gibt es diesen Ort in seiner historischen Form längst nicht mehr, dort setzt sich das Bild aus verschiedenen alten Fotografien zusammen, die im Kopf erst zu einer Szene werden müssen.

 

Die Recherche dazu dauert oft lange, mit Besuchen im Stadtarchiv und dem Durchsuchen alter Aufnahmen und Dokumente.

 

Am spannendsten ist für mich dabei, durch die Stadt zu gehen und in Gedanken die verschiedenen Fassungen eines Ortes übereinanderzulegen: Hier jetzt eine Straße, davor stand hier eine Mühle, davor vielleicht noch etwas anderes. Uetersen zeigt sich dann nicht als ein Ort, sondern als mehrere, die sich überlagern.

​

Mehr zur Entstehung einzelner Bilder, mit alten Fotos und ergänzenden Informationen, gibt es im Making-of per E-Mail.

bottom of page