Vier Umzüge, ein Motto

Lavorenz begann mit Tonpfeifen und landete bei Füllfederhaltern. Die Familie geht bis 1820 zurück, als Gründungsdatum gilt aber der 6. Mai 1882: Ferdinand Lavorenz machte sich als Fotograf selbstständig. Wer damals fotografiert werden wollte, musste stillhalten. Das Unternehmen tat das nie. 1896 entstand ein neues Geschäftshaus, 1960 zog die Buchhandlung in den Großen Wulfhagen 39, und 1970 entstand das heutige Haus am Großen Sand 26. Heute führt die fünfte Generation, die Zwillinge Thorsten und Karsten Vietheer, den Betrieb. Umgebaut, erweitert, umgezogen: geblieben ist nur das Motto Foto, Buch, Papier.
Wie diese Bilder entstehen
Der Entstehungsprozess ist von Bild zu Bild verschieden.
Wo es möglich ist, male ich vor Ort, mit direktem Blick auf das, was von der Geschichte heute noch steht.
Bei anderen Motiven, etwa der Pferdebahn, gibt es diesen Ort in seiner historischen Form längst nicht mehr, dort setzt sich das Bild aus verschiedenen alten Fotografien zusammen, die im Kopf erst zu einer Szene werden müssen.
Die Recherche dazu dauert oft lange, mit Besuchen im Stadtarchiv und dem Durchsuchen alter Aufnahmen und Dokumente.
Am spannendsten ist für mich dabei, durch die Stadt zu gehen und in Gedanken die verschiedenen Fassungen eines Ortes übereinanderzulegen: Hier jetzt eine Straße, davor stand hier eine Mühle, davor vielleicht noch etwas anderes. Uetersen zeigt sich dann nicht als ein Ort, sondern als mehrere, die sich überlagern.
Mehr zur Entstehung einzelner Bilder, mit alten Fotos und ergänzenden Informationen, gibt es im Making-of per E-Mail.